Gestern Abend gegen zehn Uhr war klar: Diese Nacht geht es los. Feli lief immer wieder unruhig hin und her.
Ab elf hechelte, grub, wimmerte sie immer wieder leise und wollte eigentlich nur ganz nah bei mir sein. Am Liebsten wäre sie auf meinen Schoß gekommen. Sobald ich aufhörte sie zu kraulen, kam sofort Protest. Ich war nervös – dieses Wimmern hatte ich noch nie erlebt.
Bis kurz vor vier lagen wir praktisch zusammengeklebt auf der Couch. Dann kam die erste Presswehe. Kurz darauf platzte die Fruchtblase und um fünf nach vier lag das erste Welpchen neben uns. Ein wunderschöner kleiner Junge.
Eine halbe Stunde später folgte sein großer Bruder. Gefühlt bringt er fast doppelt so viel auf die Waage wie der Erste.
Danach wurde es erstmal ruhig. Feli kümmerte sich um ihre Babys, ich rubbelte die Kleinen trocken und sorgte dafür, dass Feli etwas trank.
Erst um 5.40 Uhr kam der dritte Welpe zur Welt.
Ab da machte Feli eigentlich alles alleine. Ich war nur noch zuständig dafür, die bereits geborenen Welpen immer wieder Richtung Milchbar zu bugsieren.
Um 5.50 Uhr kam dann der letzte Welpe. Wie schon beim zweiten hing auch er erst noch einige Minuten fest, bevor schließlich alles geschafft war.
Nach etwa einer halben Stunde ohne weitere Wehen wurde Feli sichtbar entspannter. Vorsichtig tastete ich ihren Bauch ab. Auf dem Ultraschall hatten wir vier, vielleicht fünf Welpen gesehen aber jetzt war ich sicher: Alle sind da.
Danach ging es mit Feli und der kompletten kleinen Mannschaft kurz runter in den Hof. Frischgebackene Hundemamas haben schließlich auch Bedürfnisse. Anschließend durfte Feli noch unter die Dusche.
Und ich? Ich bin jetzt erstmal müde.
Feli schläft inzwischen mit ihren Welpen in der Wurfbox, wobei das bei uns eigentlich keine ist. Unsere Welpen kommen traditionell auf der Couch zur Welt. Nicht romantisch, sondern praktisch.
Jetzt ist es ruhig. Vier kleine Welpen, eine entspannte Mama und sehr wenig Schlaf.

